Unterhalt für Minderjährige

Sofern Kinder keine eigenen Einkünfte erzielen, haben sie ein Recht auf Kindesunterhalt (§ 1602 Absatz 1 BGB) durch ihre Eltern. Dieser Unterhalt für die minderjährigen und/oder volljährigen Kinder setzt sich aus Barunterhalt und Naturalunterhalt zusammen.
 

Naturalunterhalt leistet der Elternteil bei dem das Kind lebt, durch Kochen, seine Betreuung usw., diese Regelung ändert sich mit der Volljährigkeit.
 

Der Barunterhalt wird berechnet nach dem Einkommen des Unterhaltspflichtigen und orientiert sich am Bedarf des Kindes. Es gibt hier als Richtschnur für die Festsetzung des Unterhalts in den verschiedenen Einkommensstufen die Düsseldorfer Tabelle, die sich an den Mindestunterhaltsbeträgen aus § 1612a Abs. 1 BGB bzw aus § 35 EGZPO Nr. 4 ausrichtet.
 

Minderjährige Kinder (bis zum vollendete 18. Lebensjahr) und ihnen gleichgestellte privilegierte Volljährige (§ 1603 Abs. II Satz 2 BGB) stehen unterhaltsrechtlich auf dem I. Rang.
 

Zu Fragen des Unterhalts ist unter anderem zu klären:

Was gehört zum Einkommen?
Wie errechnet man das sogenannte bereinigte Nettoeinkommen, welche Beträge können vor Errechnung des Kindesunterhaltes abgezogen werden bzw. müssen dazugerechnet werden?
Inwieweit werden eigene Einkünfte des Kindes z.B. Ausbildungsvergütung angerechnet?
Muss das Vermögen angegriffen werden, um den Unterhalt eines minderjährigen Kindes zu sichern?
Kann ein minderjähriges unverheiratetes Kind von seinen Eltern, auch wenn es Vermögen hat, die Gewährung des Unterhalts verlangen?
Sind dem Kind Erträge aus dem Einkommen bedarfsmindernd anzurechnen?