Kosten einer Scheidung

Die Kosten einer Scheidung setzen sich aus zwei Faktoren zusammen:

  • den Anwaltskosten
  • den Gerichtskosten

Grundlage für die Berechnung von Gebühren ist der so genannte Streitwert. Der Gesamtstreitwert und damit die Gerichts- und Rechtsanwaltskosten werden umso höher, je mehr mit der Scheidung geregelt werden muss. Der Streitwert wird nach Abschluss des Scheidungsverfahrens vom Richter festgesetzt und richtet sich nach dem Einkommen und dem Vermögen der Parteien.

Die Kosten, die der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit in Rechnung stellt, sind im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz geregelt.

Bei einem Scheidungsverfahren fallen an Gerichtskosten immer eine Verfahrensgebühr und eine Urteilsgebühr an, die jedoch im Vergleich zu den Anwaltskosten eher gering ist.

Die Gerichtskosten werden normalerweise von beiden Ehegatten zur Hälfte getragen; bei den Anwaltskosten muss jeder Beteiligte für seine eigenen Kosten aufkommen. In einem Prozess, in dem es nur um Unterhalt, Zugewinn oder Ähnliches geht, hängt es davon ab, ob Sie den Prozess gewinnen oder verlieren und Sie haben unter Umständen einen Erstattungsanspruch Ihrer Anwaltskosten gegen den Ehegatten.

Wer aufgrund seiner persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nicht die erforderlichen Mittel für eine anwaltliche Rechtsberatung aufbringen kann, kann beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen. Wird Beratungshilfe gewährt, übernimmt der Staat die Kosten der Rechtsberatung durch einen Anwalt. Für die Beratung ist nur noch eine Gebühr von 10 Euro zu übernehmen.

Wer nicht in der Lage ist, die erforderlichen Mittel zur Wahrnehmung seiner Rechte in einem gerichtlichen Verfahren aufzubringen, kann Prozesskostenhilfe erhalten. Wird Prozesskostenhilfe gewährt, übernimmt der Staat entsprechend der Einkommenssituation die Kosten für einen Anwalt und das Gerichtsverfahren.

Nähere Informationen zu den Gebühren oder zu der Frage, wann Beratungshilfe oder Prozesskostenhilfe gewährt wird, erhalten Sie an diesem Abend.